Von roher Gewalt zu Präzisionsarbeit

Er begann sein Arbeitsleben zuerst als Berufssoldat in einem Panzer, nun ist Steff Ordelmans der Vermesser von Heerbaart Jongman. “Von roher Gewalt zu Präzisionsarbeit”, auch der 26- jährige Steff sieht dies selbst als einen besonderen Karrierewechsel. “Es kommt so wie es kommt”, sagt er nüchtern. “Davor habe ich eine Ausbildung bei einer Zeitschrift gemacht. Dies wäre für mich die einzige andere Möglichkeit gewesen, um an Arbeit zu kommen. “ Es verlief somit alles sehr gut. “An einem Donnerstagmittag war ich das erste Mal bei Heerbaart Jongman, am folgenden Mittwoch konnte ich schon anfangen. Es hat alles mit simplen Arbeiten, wie Stempeln und Einpacken begonnen.”

Aber schnell wurden die Arbeitsaufgaben von Steff Ordelman erweitert. “Die Führungskräfte hatten Vertrauen in mich und gaben mir stets mehr Verantwortung.” “Bestandsführung, das Regeln von Transporten, kleine Einkäufe.” “Ich war der Mann für alles; wurde eingesetzt wenn eine Lampe gewechselt werden musste oder etwas transportiert werden musste. “ Es ging alles wie von selber. “Ich wusste nie wirklich was ich wollte, ich konnte aber auch nicht still sitzen und packte bei allem mit an”. So musste Steff ab einem gewissen Zeitpunkt auch Produkte vermessen, bevor diese versendet wurden. “Ich entdeckte, dass ich mich hierfür sehr interessiere. Ich sah dies als eine Herausforderung.”

Zwischenzeitlich entstanden bei Heerbaart Jongman Pläne eine 3D Maschine anzuschaffen. Steff wurde gefragt ob er für die Nutzung dieser eine Ausbildung absolvieren möchte. Er machte die Ausbildungen Aukom 1 und 2 bei Stodt, einer Firma für Berufsausbildungen, in denen er unter anderem lernte wie so eine Maschine funktioniert und welche die Messstrategien sind. Den letzten Teil der Ausbildung absolvierte er bei einem Lieferanten der Messkammer.

“Ich probierte als erstes ein freies, großes Produkt zu messen. Dies war direkt eine große Herausforderung, unter anderem musste ich Löcher und und Größen nachmessen, die nicht deutlich angegeben waren. Da hatte ich teilweise sehr lange dran zu kniffeln und bin selbst an Samstagen zurück gekommen.” Endlich klappte es. Steff war überglücklich. “Aber die Produktion nicht, haha. Es schien, dass es nicht gut genug war. Ein Teil Murren und die Messmaschine schienen nicht gut zu sein, aber ich hatte Recht!” Er findet die Arbeit prächtig. “Am liebsten würde ich den ganzen Tag so arbeiten”. Er beschreibt sich selber als “ein bisschen perfektionistisch” und als “Cleanfreak”. In der Messkammer, in der jedes Stück Stoff eine Auswirkung haben kann, ist dies keine schlechte Eigenschaft.

Die Messkammer ist eine echte Bereicherung für Heerbaart Jongman. “Vieles kann man per Hand nicht mehr messen; Plattenreinheit, Parallelität, die Maschine kann alles messen. Ich schaue auch oft zu, um zu sehen, wie das alles funktioniert. Wir können nun komplexere Arbeiten annehmen und auch selber kontrollieren. Desweiteren erwarten nun viele Kunden ein offizielles Dokument. „Steff Ordelmans hat in der Messkammer seinen Platz gefunden und seine Leidenschaft entwickelt. Der nächste Schritt ist für ihn eine dritte Ausbildung auf Hochschulniveau. „Ich hatte bei Heerbaart Jongman eine Riesenauswahl“, erinnert Steff sich. „Ich habe alle Freiheiten bekommen, um heraus zu finden, welche Spezialisierung zu mir passt.“